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Panel discussion series: Sprache und Recht

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15th March 2018  //  19:00  // Büchereien Wien, Urban-Loritz-Platz 2a, 1070, Vienna

This event is in German.

Sprache und Recht – Teil 1

Wie nahe ist das Recht am Bürger? | »Verrechtlichung« und »Partizipative Lücke« im Österreichischen Recht

Podiumsdiskussion mit Eva Huber (Rechtspraktikantin im OLG Sprengel Wien); Aysun Salvatore (Steuerberatungskanzlei Vienna CityTax) und Daniel Leisser (Leiter der Österreichischen Gesellschaft für Rechtslinguistik)

Moderation: Doha Nasr (Studentin der Rechtswissenschaften)

Die Herrschaft des Rechts ist eine Herrschaft der Sprache, denn es gibt kein Recht ohne Sprache. Im ersten Teil dieser vierteiligen Diskussionsreihe widmen wir uns der Beziehung zwischen Sprache und Recht in Hinblick auf die oft zitierte »Verrechtlichung« der modernen Gesellschaft mit besonderem Augenmerk auf das österreichische Recht. Welche sprachlichen Anforderungen und Erwartungen stellen wir an Gesetzgebung, Verwaltung und Gerichtsbarkeit heute? Wie soll die Verständlichkeit von Rechtstexten, Urteilen und Bescheiden gewährleistet werden? Welche Bedeutung kommt dem Begriff der Partizipativen Lücke zu, und wie können Fairness und Transparenz in der Kommunikation von Behörden und Gerichten mit Bürgerinnen und Bürgern verbessert werden?

Seit ihrer Gründung im Umfeld der Universität Wien beschäftigt sich die Österreichische Gesellschaft für Rechtslinguistik (ÖGRL) unter Leitung von Daniel Leisser u.a. mit dem sprachlichen Spannungsfeld zwischen Rechtsanwendung und staatsbürgerlicher Teilhabe. In dieser Podiumsdiskussion zeigen Juristen und Rechtslinguisten verschiedene Perspektiven auf die oben gestellten Fragen auf und geben einen praxisnahen Einblick in ihren beruflichen Alltag. In der anschließenden Publikumsdiskussion gibt es die Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch über Recht und Bürgernähe, denn, wie schon Hermann Conring sagte: »Nichts ist nämlich ungerechter, als wenn man nach einem Gesetz leben soll, das man nicht versteht«.

In Kooperation mit den Büchereien Wien.

© Österreichische Gesellschaft für Rechtslinguistik