Events

Next event:

Panel discussion series: Language and Law (Part 3)

____________________________________________________________________________________

8th October 2018  //  19:00  //  Büchereien Wien, Urban-Loritz-Platz 2a, 1070 Vienna

This event is in German.

Language and Law – Part 3

Sprache und Recht in der Schule

Panel discussion with Gertrude Brinek (Volksanwaltschaft Vienna); Christian Piska (University of Vienna), Heidemarie Schrodt (BildungGrenzenlos), Roland Reichart-Mückstein (OPENschool) and Daniel Leisser (AALL)

Moderation: Doha Nasr (University of Vienna)

Die Schule soll Schülerinnen und Schüler mit dem für das Leben und den künftigen Beruf erforderlichen Wissen und Können ausstatten und zum selbsttätigen Bildungserwerb erziehen. Die Vermittlung von Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kompetenzen im Verständnis und der Anwendung von Rechtssprache stellt jedoch einen nach wie vor vernachlässigten Aspekt der österreichischen Schule dar. Die Verrechtlichung der modernen Gesellschaft geht notwendigerweise mit dem Recht auf Rechtskundigkeit einher, aber wann und wie soll rechtliches Grundwissen an den Schulen vermittelt werden? Wann und wie sollen Schülerinnen und Schüler mit Recht und Rechtssprache konfrontiert werden? Wie viel Recht verträgt die österreichische Schule und soll es ein Lehramtsstudium der Rechtswissenschaften geben?

Die Österreichische Gesellschaft für Rechtslinguistik (ÖGRL) beschäftigt sich im Rahmen der Partizipationsforschung mit den zeitgenössischen Herausforderungen der Rechtssprache in Lehre und Schulentwicklung. In Kooperation mit der Universität Wien wurden bereits zahlreiche Methoden zur Vermittlung von Recht und Rechtssprache erarbeitet und vorgestellt. In dieser Podiumsdiskussion wollen wir neue Perspektiven für die Vermittlung von Sprache und Recht in der Schule diskutieren, denn um das Recht zu verstehen, muss man erst seine Sprache sprechen.

Future events:

International Legal Linguistics Workshop 2018 (ILLWS18)

____________________________________________________________________________________

26th-28th October 2018  //  Leopold-Franzens-Universität, Innsbruck

This event is in German and English

As part of the 44th Austrian Linguistics Conference (ÖLT2018) from 26th – 28th October 2018, the 1st Legal Linguistics Workshop 2018 (ILLWS18) will take place, organised from the Austrian Association for Legal Linguistics.

To find out more, please click here.

Previous event:

Panel discussion series: Language and Law (Part 2)

____________________________________________________________________________________

16th May 2018  //  19:00  // Büchereien Wien, Urban-Loritz-Platz 2a, 1070, Vienna

This event is in German.

Language and Law – Part 2

Schuldspruch ohne Hauptverhandlung? | Autorität und Sprache im Strafrecht

Podiumsdiskussion mit Alfred Stratil (Ministerialrat i. R.); Martin Dunkl (Fachbuchautor) und Daniel Leisser (Leiter der Österreichischen Gesellschaft für Rechtslinguistik)

Moderation: Irene Böhm (University of Vienna)

„Sie haben das Recht, sich zu dem lhnen gemachten Tatvorwurf zu äußern oder nicht auszusagen. lhre Aussage kann lhrer Verteidigung dienen, aber auch als Beweis gegen Sie Verwendung finden.“

Seit 1. Jänner 2015 kann auf Antrag der Staatsanwaltschaft das Gericht eine Strafe durch schriftliche Strafverfügung ohne vorausgehende Hauptverhandlung aussprechen. Im Zeitraum von 2015 bis Mai 2017 wurden 704 solcher Anträge durch die Staatsanwaltschaft Wien, Wiener Neustadt und Innsbruck gestellt. Im selben Zeitraum wurden insgesamt 169 Strafverfügungen durch Gerichte erlassen. Fast alle dieser Strafverfügungen wurden auch rechtskräftig. Es ist jedoch umstritten, inwieweit die Wahrung der geschützten Interessen der Verfahrensbeteiligten ausreichend gegeben ist, vor allem was die Kommunikation ihrer Rechte im Ermittlungsverfahren betrifft.

Strafrecht ohne Sprache ist nicht vorstellbar, denn die Sprache begleitet alle Verfahrensbeteiligten durch das gesamte Strafverfahren. Aus der Sicht des Verdächtigen heißt „Schuldspruch ohne Hauptverhandlung“, die Folgen des möglicherweise strafbaren Handelns schon bei der Vernehmung auf sich zu nehmen und auf das Recht einer öffentlichen Hauptverhandlung zu verzichten. In dieser Podiumsdiskussion befassen wir uns mit der Beziehung zwischen Autorität und Sprache im österreichischen Strafrecht. Welche Rolle spielen individuelle Aspekte wie z.B. die soziale Zugehörigkeit bzw. die Bildung des Opfers oder des Verdächtigen bei der Vernehmung? Ist das Mandatsverfahren im Strafrecht mit einem modernen Rechtsstaat überhaupt vereinbar? 

In Kooperation mit den Büchereien Wien.

Left to right: Alfred Stratil, Irene Böhm, Martin Dunkl, Daniel Leisser

© Österreichische Gesellschaft für Rechtslinguistik